Engelsbrand rannte uns von Beginn hoch an und lies uns unser Spiel nicht aufziehen. Eine Seitenverlagerung über die Torhüterin zur rechten Verteidigerin geriet zu lang und die Gegenspielerin erlief den Ball. Neben den zwei eingelaufenen Stürmerinnen stand im Rückraum die Zehn frei, welche die Hereingabe zum schnellen 1:0 versenkte (6‘). Wir hielten dem Druck dann gut Stand und zeigten auch erste schöne Spielzüge. In Minute 19 wurde ein Freistoß hinter der Mittellinie lang geschlagen. Claudi kam aus dem Tor, um ihn weg zu fausten, doch die vielen Spielerinnen im Strafraum blockierten ihr den Weg. So verlängerte eine an der Strafraumkante stehende Spielerin den Ball per Kopf in hohem Bogen über alle hinweg ins Tor. Das ständige Rotieren der drei schnellen Offensivspielerinnen machte uns permanent Probleme, da sie unsere Verteidiger aus der letzten Reihe zogen, was den Raum für einlaufende Spielerinnen schaffte. So fielen durch zwei lange Bälle, bei denen wir das Laufduell verloren, die Tore zum 0:4 (29‘, 31‘). Wir zogen Yasmin in die Abwehr, was uns defensiv stabilisierte. Kurz vor der Pause schlug Lena einen Freistoß aus 25 Metern aufs Tor, der von einer Verteidigerin geblockt wurde, aber in den Strafraum rollte. Bibi schaltete am schnellsten und schob zum 4:1 Pausenstand ein.
Wir kamen griffiger auf der Kabine und erspielten uns eigene Chancen. Leider waren die letzten Pässe zu ungenau oder der Abschluss wurde verpasst. Teilweise waren wir mit allen Spielerinnen in der gegnerischen Hälfte. So auch in Minute 68, als Yasmin als letzte Feldspielerin am Mittelpunkt unter Druck gesetzt wurde und zu Claudi zurückspielte. Diese wollte den Ball ins Getümmel schlagen, doch der unebene Platz machte ihr einen Strich durch die Rechnung. Der Ball sprang direkt vor ihrem Fuß in ein Loch und aus diesem heraus über ihren Fuß. Dem ins Tor rollenden Ball konnte sie dann nur noch hinterher schauen. Wir blieben jedoch dran und brachten Lisa auf ungewohnt offensiver Position. In Minute 88 bekam sie den Ball mit zwei Verteidigern vor sich, sah aber Dilara auf der Seite einlaufen und steckte ihr den Ball stark durch. Die Torhüterin zögerte einen Moment, weshalb Dilara vor ihr an den Ball kam und ihn an ihr vorbei zum 5:2 Endstand ins kurze Eck schob (88‘).
Wir wurden heute von der agilen und kontaktorientierten Spielweise überrascht und mangels Erfahrung kamen wir damit zunächst auch nicht zurecht. Nach der Pause hatten wir die passende Antwort, es fehlte aber an offensiver Durchschlagskraft. Auch aus diesem Spiel nehmen unsere Spielerinnen vieles mit für die anstehenden Partien.


