Nach einer „Saison zum Vergessen“, die man am letzten Spieltag mit einem dunkelblauen Auge mit dem Klassenerhalt beendete, stand im Sommer ein großer Umbruch an. Etablierte Spieler hingen die Fußballschuhe an den Nagel oder wechselten in den AH-Freizeitfußball Bereich, manche zog es zu anderen Clubs und das „Retter-Duo“ Adomat/Rieger beendete sein Trainerengagement – an dieser Stelle nochmals vielen Dank an euch, dass ihr in dieser schwierigen Phase so starke Nerven und Nehmer-Qualitäten gezeigt habt.
Die Vorbereitung auf die Saison 2026/27 startete mit der Euphorie des „Neuanfangs“ mit verändertem und verjüngtem Kader, sowie unter der Leitung des neuen Trainers Markus „Baches“ Bachmann. Mit sieben Neuzugängen und drei Rückkehrern aus langen Verletzungen, blieb der Kader bei drei Abgängen (Ante, Micha, Nico), sowie den sieben Neu-AH`ler gleich groß (27). Man konnte schon nach den ersten zwei Wochen an Einstellung und Trainingsfleiß sehen, dass sich die Mannschaft anders präsentierte als in der Vorsaison. Immer wieder musste man aber auch kleine Rückschläge einstecken, was jedoch zur Findungsphase und dem Umkrempeln des Spielsystems dazugehört. Leider konnte wegen Krankheit, Verletzung, Schicht und Urlaub in keinem Testspiel mit der gewünschten Startformation gespielt werden, was auch vor dem Saisonstart keine zuverlässige Einschätzung des aktuellen Standes zulässt – so geht es jedoch auch den anderen Teams, je nach Veränderungen mehr oder weniger.
Die Testspiele waren von Niederlagen geprägt, einzig gegen die SpG Nordweststadt konnte ein 1:0 Sieg gefeiert werden. In der ersten Pokalrunde gegen SG Rüppurr 2 zeigte die Mannschaft über 60 Minuten, was in ihr steckt. Die Euphorie übertrug sich auch auf die Zuschauer, die ein dominantes Spiel sahen. Am Ende musste man sich dennoch mit 3:4 geschlagen geben, was der schwindenden Kraft in der zweiten Hälfte bei 3:1 Führung geschuldet war. Hier merkte man, dass den Spielern für die gewünschte Spielweise noch die Kondition fehlt, die in der Folge in der Vorbereitung aufgebaut wurde. Die Mannschaft nimmt die Forderungen des Trainers an, gewöhnt sich langsam an das Spielsystem und war in jedem Spiel die dominierende Mannschaft. Dass die Ergebnisse dies nicht widerspiegeln, ist der Chancenverwertung geschuldet. Die vielen guten, teils hundertprozentigen Torchancen werden leichtfertig vergeben. Gerade in den Spielen gegen Neureut (2:3) und Español (0:3), wo man souverän und dominant startete, aber sich trotz drei 100%igen Chancen nicht mit einem Tor belohnen konnte, zeigte sich, wie dies die Mannschaft immer wieder zurück schmeißt, weil mit einem kleinen Leichtsinnsfehler im Spielaufbau dann auch das Gegentor fällt, welches die Gegner ins Spiel holt. Es gibt also noch viel Arbeit und es wird sicher noch vier bis sechs Wochen dauern, bis die Mannschaft da ist, wo der Trainer sein Team sieht und hinführen will. Aber Trainer und Spieler sind guter Dinge, dass sie das gemeinsam hinbekommen. Für das gute Verhältnis zwischen Trainer und Team spricht auch, dass in der Urlaubszeit, trotz vieler Verletzter und teils tropischen Temperaturen, die Trainingsbeteiligung und -intensität sehr hoch war. Von beiden Seiten hört man: Trainer und Mannschaft passen wie „Arsch auf Eimer“. So freuen sich alle, dass am Sonntag die Runde zu Hause gegen Langensteinbach 2 startet, auch wenn hier gleich einer der potenziellen Aufstiegskandidaten vorstellig wird.


